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Hygiene-Empfehlungen – neu Juli 2006

Die folgenden Empfehlungen zur hygienischen Aufbereitung von rotierenden Instrumenten basieren auf der Empfehlung des Robert Koch-Instituts vom 10.04.06 („Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene“, www.rki.de, Suchwort „Zahnheilkunde“) und dem „Hygieneplan/Betriebsanweisungen für die Zahnarztpraxis“ vom 31.01.06 (Bundeszahnärztekammer und Deutscher Arbeitskreis für Hygiene in der Zahnarztpraxis DAHZ, www.schuelkemayr.de oder www.bzaek.de).

Aufbereitung neuer rotierender Instrumente
Neue rotierende Instrumente sind unsteril verpackt. Sie müssen daher vor Gebrauch nach den unten genannten Vorschriften desinfiziert und im Autoklaven sterilisiert werden.

Aufbereitung benutzter rotierender Instrumente
Die Kontamination rotierender Instrumente erfolgt durch Kontakt mit Zahnsubstanz, Speichel und Blut, durch Aerosol oder Kontakt mit anderen Instrumenten oder Substanzen. Daher ist von einer Infektionsgefahr durch rotierende Instrumente für Patient, Zahnarzt und Assistenz auszugehen. Es sollten daher bei der hygienischen Aufbereitung Schutzhandschuhe getragen werden. SS White Burs Hartmetallinstrumente und Diamanten für die „allgemeine präventive, restaurative oder kieferorthopädische Behandlung“ (Kategorie „semikritisch B“ nach RKI-Empfehlung) müssen nach jeder Anwendung gereinigt, desinfiziert und sterilisiert werden.

1 Vorreinigung
Rotierende Instrumente zunächst unmittelbar nach Gebrauch in einen Fräsator mit DGHM-gelisteter Desinfektionslösung legen. SS White Burs empfiehlt hierfür ausschließlich die Präparate Rotasept® (Schülke & Mayr) oder BIB forte® (Alpro). Achtung: Bitte beachten Sie vor allem bei Hartmetallinstrumenten die empfohlene Einwirkzeit der Lösung, da die Instrumente sonst beschädigt werden können.

Die Instrumente unter fließendem Leitungswasser abspülen und grobe Verschmutzungen mit einer geeigneten Bürste entfernen. Instrumente erneut mit Leitungswasser abspülen.

2 Chemische Desinfektion
Die Instrumente für die empfohlene Dauer in saubere Desinfektionslösung einlegen (Produkte siehe Punkt 1), vorzugsweise in Kombination mit Ultraschall (maximal 45 °C). Dabei sollten sich die Instrumente nicht gegenseitig berühren, um Beschädigungen oder Abstumpfung zu vermeiden (Aufbewahrung in Bohrerständern). Nach Ablauf der Desinfektionszeit die Instrumente mit voll entsalztem (VE-) Wasser abspülen und gründlich trocknen, vorzugsweise mit Druckluft. Hinweis: Die automatische Desinfektion von SS White Burs Instrumenten in Reinigungs- und Desinfektionsgeräten (RDGs) oder chemothermischen Desinfektionsgeräten wird nach dem gegenwärtigen Stand nicht empfohlen.

3 Nachkontrolle
Chemisch desinfizierte, getrocknete Instrumente auf Sauberkeit prüfen. Bei Bedarf die Instrumente mit einer geeigneten Bürste nachreinigen und erneut desinfizieren (Vorgehen siehe oben). Arbeitsteile auf intakte, scharfe Schneiden und nicht verschmierte Diamantierung kontrollieren, beschädigte Instrumente aussortieren. Für die Kontrolle sollte eine Lupe verwendet werden.

4 Sterilisation im Autoklaven
Nach der chemischen Desinfektion müssen rotierende Instrumente, die mit Schleimhaut, Blut oder Zahnsubstanzen in Kontakt kommen, immer sterilisiert werden. Die desinifizierten und getrockneten Instrumente werden in Ständer oder Schalen sortiert und im Autoklaven mit dem geeigneten Programm bei 134 °C / 2,1 bar (3 min) oder 121 °C / 1,1 bar (15 min) sterilisiert („Wesentliche Anforderungen an den Betrieb von Dampf-Kleinsterilisatoren“ ...“ siehe Übersicht auf Seite 12 der RKI-Empfehlungen). Hinweise: Bitte verwenden Sie keine Bohrerständer aus Stahl, da sonst galvanische Korrosion auftreten kann. Aluminium-Bohrerständer von SS White Burs sind dagegen für Autoklaven geeignet.

Kontakt von Hartmetallinstrumenten mit Wasserstoffperoxid (H2O2) oder Natriumhypochlorit ist zu vermeiden. Da auch Edelstahl von Flugrost angegriffen werden kann, sollten alle verwendeten Instrumente, Trays und der Innenraum des Autoklaven regelmäßig auf Rost überprüft werden.

5 Aufbewahrung
Die Lagerung der autoklavierten Instrumente erfolgt kontaminationsgeschützt in Schubladen oder Bohrerständern mit Deckel. Eine sterile Verpackung von Instrumenten der Kategorie „semikritisch B“ ist nicht notwendig.

Hinweis: Ohne sterile Verpackung erfolgt eine begrenzte Rekontamination aus der Luft. Daher sind auch autoklavierte Instrumente streng genommen nur desinfiziert. In den Richtlinien des RKI wird daher von „thermischer Desinfektion im Dampfsterilisator“ gesprochen.

Aufbereitung von Instrumenten für chirurgische Eingriffe
Rotierende Instrumente, die bei chirurgischen Eingriffen zur Anwendung kommen (RKI-Kategorie „kritisch B“), müssen wie andere chirurgische Instrumente aufbereitet werden. Insbesondere ist eine sterile Verpackung vorgeschrieben, die Aufbereitung darf nur durch Personen mit entsprechender Ausbildung durchgeführt werden. Einzelheiten finden Sie im Hygieneplan von DAHZ und BZÄK.

Kontact:
SS White Burs, Inc.
Basler Str. 115, 79115 Freiburg
Telefon 0761-47 87 192
Telefax 0761-47 87 191
info@sswhiteburs.de

 

SS White Burs, Inc., mit Hauptsitz in Lakewood, New Jersey, USA, ist weltweit einer der größten Hersteller rotierender Instrumente für den Dentalbereich. Kronentrenner aus der Great White™ Gold Serie sind wegen ihres ruhigen und kraftvollen Schnitts besonders erfolgreich. Mit dem minimal-invasiven Instrumentenset Fissurotomy®, dem Hartmetallfinierer-Set SafeEnd und dem selektiven Kariesexkavations-System SS White SmartBurs™ bietet das Unternehmen innovative Instrumente für eine substanzschonende, ästhetisch orientierte Zahnheilkunde. Seit 2002 hat SS White Burs, Inc., ein deutsches Vertriebsbüro in Freiburg.

SS White Burs, Inc., ist aus dem amerikanischen Traditionsunternehmen SS White hervorgegangen. SS White wurde 1844 gegründet und hat die Geschichte der Zahnmedizin als Hersteller dentaler Systeme und Instrumente entscheidend mitgeprägt. Im Jahr 1870 entwickelte das Unternehmen den weltweit ersten elektrischen Antrieb für rotierende Instrumente, 1891 folgten die ersten rein maschinell produzierten Bohrer. Hartmetallinstrumente für die Zahnmedizin wurden 1947 ebenfalls erstmals von SS White vermarktet.





SS White Burs: A Leader in Dental Rotary Tool Technology, From Dental Diamond Burs to Rotary Dental Instruments for Doctors and Dental Labs

The goal of the Clinical Corner is to provide you with authoritative perspectives on the use of rotary dental instruments in dental procedures, written by practicing dentists. SS White is proud of our dental rotary tool technology, which has led to innovations such as the Fissurotomy dental burs for the practice of conservative dentistry, the Great White Ultra series of carbide burs, and our Piranha dental diamond burs.
SS White Burs is a recognized industry leader in dental burs, including carbide burs and dental diamond burs. An innovator in dental procedures, rotary dental instruments and rotary dental tool technology, SS White is the name to trust.